waldGLASweg - Ein Kunstweg im Taunus

 

    schild waldglaswegpng                                                                                                                            Foto: Ines Nickchen     

Der fast 2.000 Jahre alte römische Grenzwall Limes, der sich durch halb Europa zieht, wurde 2005 zum Weltkulturerbe erklärt. Dieser Limes geht mitten durch die Gemarkung unseres im Hochtaunus gelegenen Ortes Glashütten. Am Ortsausgang /B8 Richtung Limburg  rechts (REWE, Aldi) steht links im Wald das  Limes-Infoportal  und geradeaus beginnt ein ganz besonderer Kunstweg aus Glas: der waldGLASweg.

7 Stationen aus Glas im Wald. Ein großes GlasBild, GlasBänke, GlasInstallation, GlasWegweiser und ein KeramikGlasBild an der Friedhofskapelle (StationII).Unterhalb der Kapelle beginnt der waldGLASweg


Der waldGLASweg entsteht:

Ein GlasKunstWeg für Glashütten war meine Idee.
Mit Glas einen großen Bogen schlagen, vom Limes über die Glasgeschichte Glashüttens bis hin zu moderner Hi-Tech Glastechnik, an die Vergangenheit Glashüttens erinnern und philosophische Gedanken mit auf den Weg geben mit Symbolen, die schon Christen zur Limeszeit verstanden hätten. Alles aus Glas, in Verbindung mit Stahl und Keramik. 
7 Glas-Kunst-Info- Stationen bis zu der alten Glashütte war mein Plan. Ein waldGLASweg. Jeder fand mein Konzept toll, aber wer bezahlt das? Bei einer Ausstellung in meiner Keramikwerkstatt blieben Sumiko und Edgar von Oettingen, Glashütten, von der waldGLASweg-Idee begeistert, den ganzen Nachmittag einfach bei mir sitzen bis ein Gedanke Formen annahm: Das geht ganz bestimmt mit Spenden!

lamberts glas                                                                           Foto: Ines Nickchen

Auch die berühmte Glashütte Lamberts in Waldsassen (www.lamberts.de) fand meine Idee gut und brachte mich mit Andreas Hart, Fachoberlehrer und Teamleiter der Glastechnikerklasse der Fachschule für Glasbautechnik in Vilshofen in Kontakt (www.berufsschulzentrum-vilshofen.de). Andreas Hart hatte schon mit seinen Glastechnikern kommunale Projekte umgesetzt. Aber Andreas wollte erst mal wissen, was ich für Eine bin(bei Künstlern weiß man  nie...) und ob er mit mir arbeiten könne. Also nach Vilshofen reisen. Den "Test" muss ich bestanden haben und es ergab sich eine wunderbare Zusammenarbeit und Freundschaften.

                             

VIlshofen simon3                                                                               Foto: Ines Nickchen

In der Glashütte Lamberts habe ich das farbige Glas ausgesucht. Mit den Studenten in Vilshofen habe ich so einige Tage von frühmorgens bis spätabends in der Glasfachschule gearbeitet, habe gelernt wie man Glas schneidet, musste andere Schrifttypen finden, da der dortige Plotter meine nicht kannte, habe mit Jenny stundenlang sehr unbequem auf einem großen Tisch gehockt, um alle Glasscherben, die uns Fabian zugeschnitten hatte für die Station 1 in die richtige Position zu legen. Habe Simon bei der Bleiverglasung des Reffträgers (Station 4) bewundert und war fasziniert von der vielen, vielen Arbeit der Studenten, meine geplanten "liegenden Vitrinen" ( Stat.3 und 6) bekamen diese schicken Glasfüße, in aufwändiger Handarbeit geschliffen.



       vilshofen station1                .vilshofen

                                                                           Fotos: Fachschule Vilshofen, Ines Nickchen

Die Stationen wurden von den Studenten Ende Juli 2013 hier im Glashüttener Wald aufgebaut. Zuweilen hat es wie aus Kübeln geschüttet - aber alle Vilshofener waren hoch motiviert dabei. Der waldGLASweg wurde feierlich eröffnet und im Wald die einzelnen Stationen enthüllt. Manche Glashüttener haben dann gebeichtet schon Tage zuvor unter die Verhüllungstücher geschmult zu haben, vor Neugierde.

Günther Szogs (Europäischer Bildungspreis Leonardo, Glashüttener), entwickelte ein Konzept der Querungen für den waldGLASweg, in dem Organisationen und Vereine aus Glashütten Patenschaften für einzelne waldGLASweg-Stationen übernehmen und gemeinsame Aktivitäten in/um den waldGLASweg starten. Und Alle sind miteinander über QRs vernetzt

Das nötige Geld für den Bau des waldGLASweges kam von der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region, Taunus Sparkasse, Limeserlebnispfad Hochtaunus gGmb
Und ohne Andreas Hart, dem Lehrer und seinen Glasbautechnikerstudenten wäre gar nichts gegangen: Jenny Bock, Fabian Bauer, Björn Beer, Maximilian Halmbacher, Marco Hartlehnert,James Patsch, Thomas Piehler, Eduard Rotfuß, Adrian Schönauer, Simon Wiehl, Mario Wolf.
Vielen, vielen Dank.
Die glashistorischen Texte wurden von Ingrid Berg zusammen gestellt, die schon zusammen mit dem Archäologen Dr.Peter Steppuhn und Glashüttener Bürgern alte im Gemeindebiet gefundene Glashüttenstandorte erforscht und z.T. konserviert hatte.

Mein Konzept habe ich der Gemeinde Glashütten kostenlos zur Verfügung gestellt, habe Einiges in die Vorarbeit investiert und umsonst gearbeitet. Den fertigen waldGLASweg habe ich der Gemeinde Glashütten zur Nutzung überlassen.

Im Juni 2014 kam Andreas Hart mit allen Studenten, deren Angehörigen, der Schulleiterin, dem "Stahllehrer", der für den waldGlasweg ja auch dringend gebraucht wurde und so einigen Firmenvertretern aus der Glasbranche, sowie dem Bundesinnungsmeister der Glaser nach Glashütten, um mit dem waldGLASteam und vielen Unterstützern des Projektes vor Ort - allen voran Bürgermeister Thomas Fischer- ihren Studienabschluss zu feiern.  Als  Gastgeschenk brachten sie das gläserne Eingangsschild für Glashütten mit.
Im Laufe des Jahres 2014 hat Andreas Hart mit seiner Technikerklasse die nachgebaute Bank der Station VI und den Wegweiser mit km-Angaben nach Glashütten auf der Glasmesse in Nürnberg und der GLasstec in Düsseldorf gezeigt. Auch war das Ensemble Bestandteil der Landesgartenschau 2014 in Deggendorf.

So ist ein deutschlandweit einmaliges Projekt im Glashüttener Wald entstanden.

Ich wünsche Freude und Neugierde beim waldGLASweg -Besuch!


                                  Führung entlang des waldGLASweges              Foto: Armin Scheer

führung4t


Die 7 Stationen des waldGLASweges
in Glashütten/Taunus


Meine Gedanken zu den 7 Stationen des waldGLASweges
Glas-technische Erklärungen von Andreas Hart, Vilshofen


Station I - Erwachen

Wach werden, zu sich kommen, sich orientieren, sich erinnern,
ordnen, beginnen, lebendig werden,
neuer Tag, neues Leben, zurückschauen, ändern,
entwickeln, wachsen, neue Gedanken, klar werden.

                              station I winter
                                                                                  Foto: Ines Nickchen

                                                                                       
Der waldGLASweg beginnt und fügt die Scherben aus der Vergangenheit zu einem großen, neuen, erhellenden Ganzen zusammen.

Das Bild ist von unten nach oben zu lesen. Zuerst ist alles dunkel , aber dann wird es auch wieder hell. Der Kreislauf beginnt neu. Was ist nach dem Tod? Niemand weiß es, aber das Bild gibt Hoffnung.
Oder : man wacht auf, alles ist dunkel, man rekelt sich, Bewegung, man steht auf, der Tag bekommt seine Richtung und entwickelt sich.
Ich habe bewusst mit Scherben gearbeitet. Es waren im Wald gefundene Scherben, die von der Glasbläservergangenheit berichteten.
Da die Station I auf dem Friedhof steht, habe ich ein dem Ort angemessenes, würdiges Objekt, aber mit Inhalt errichten wollen.

Andreas Hart Glastechnik: Die Stele besteht aus 3 vorgespannten Glasscheiben á 10mm Glasdicke. Die beiden äußeren Scheiben aus teilvorgespanntem Glas (TVG),die mittlere Scheibe aus Einscheibensicherheitsglas(ESG). Die Glasscheiben sind unterschiedlich lang um die Edelstahlhalterung aufzunehmen. Innen befindet sich gestaltetes, mundgeblasenes Echtantikglas. Mit insgesamt 32 EVA-Folien wurde alles  luftdicht verpackt und in einem Vakuumofen bei 125°C verklebt. Dieser Prozeß dauerte  insgesamt 32 Stunden.
aufbau2png                                                                             Foto: Ines Nickchen

waldGLASweg-QueRungspaten: Kulturkreis Glashütten e.V. www.kulturkreis-glashuetten.de



Station II - Türen schließen – Türen öffnen

Ein Keramik-Glasbild außen an der Friedhofskapelle (überdachter Vorraum)

Das Bild steckt voller Symbole. Viele der von mir ausgewählten Symbole wurden schon in der Frühzeit des Christentums verwendet. Das ist auch die Zeit des Limes. Diese Piktogramme hätten die Menschen damals ganz sicher verstanden.
Der Text links neben dem Bild an der Kapelle:

Station II

                                                                                               Foto: Armin Scheer
Türen schließen – Türen öffnen

Die Weltenkugel ist durchwirkt vom Dreieck der göttlichen Weltenordnung.
Türen in der westlichen Trauerfarbe schwarz und der östlichen weiß.
Wasser weist auf den Ursprung der Schöpfung.
Schöpferisch wie zerstörend – Quelle des Lebens wie des Todes.
Quicklebendig wie ein Fisch im Wasser – erstes Erkennungszeichen der Frühchristen.
Die Ähre, der Weizen, das Brot, die Fülle.
Weinstöcke, Zeichen des Friedens, des Segens, des Lebensstromes.
Das unschuldige und demütige Lamm, ein Opfertier, das sich opfern lässt, liegt unter dem Baum des Lebens, dem Weltenbaum.
Jährlich erneuerte Lebenskraft des Baumes, ein beständiger Sieg über den Tod.
Stete Erneuerung, Dauerhaftigkeit, Ewigkeit – der Phönix.
Ein Bild der Unsterblichkeit der Seele.
Das Schiff – die Lebensreise, mit der Leiter ins Jenseits aufsteigen.
Das Rad des Schicksals oder des Glückes.
Palme und Taube mit Ölzweig – Wiedergeburt und Unsterblichkeit.
Die Taube kündigt am Ende der Sintflut mit einem grünen Ölzweig Noah den göttlichen Frieden an.
Hell und dunkel, oben und unten, Jin und Yang – die Aufhebung der Gegensätze.

Text: Ines Nickchen

Dieses Keramikbild habe ich mit viel Glas und Glasur bei 1280°C verschmolzen. Im Wort Glasur steckt schon das Wort Glas. Glasur ist sozusagen ein bei hohen Temperaturen verflüssigter Glasüberzug über die Keramik. Manche Glasuren - Ascheglasuren - unterscheiden sich chemisch nur minimal von Glas.
Asche +Sand+Feuer=Glas / Asche+Feldspat+Feuer=Glasur .

waldGLASweg-QueRungspaten: Evangelische Kirchengemeinden www.lukasgemeinde.org
                                      Katholische  Kirchengemeinde  www.mariahimmelfahrtimtaunus.de



Station III – Seit wann gibt es Glas?

Bei über 4000 Jahren Glasgeschichte sollte man sich erst einmal setzen. Darum habe ich mir diese liegende Vitrine zum Draufsetzen ausgedacht. Die schicken konkaven und konvexen Füße der Glasbank sind eine Idee aus der Fachschule für Glasbautechnik Vilshofen. Das Glitzern und die Transparenz waren sicher schon immer das Faszinierendste am Werkstoff Glas. Ich habe dabei an eine Landschaft aus Glas statt aus Steinen und Erde gedacht. Und Glashütten für Glashütten: Hierfür schmelze ich in meinem Keramikofen Glasscherben bei 850°C. Die Glaslandschaft besteht dagegen aus Dallglas (gegossenem Glas). Es kommt, wie auch das andere farbige Glas des waldGLASwegs, aus der berühmten Glashütte Lamberts in Waldsassen, die noch heute nach den alten Methoden Glas herstellt (www.lamberts.de). Große Glaskolben werden mit dem Mund geblasen, abgeschnitten und am nächsten Tag aufgeschnitten und in einem Streckofen zu flachen Glasplatten verwandelt.

Andreas Hart Glastechnik: Der Vitinenboden besteht aus 2 Glasscheiben TVG  mit 4 xEVA Folien, die Sitzfläche aus einem Verbund von TVG-, ESG-, TVG- Glas also 3 Glascheiben und 4x EVA  Folien.Die Sitzoberfläche wurde vor dem Vorspannen mit dem Text  sandgestrahlt. Die Füße der Bänke sind aus Floatglas mit Edelstahlstäben. Das Floatglas ist mit glasklarem UV Kleber flächig verklebt. In der Vitrine befinden sich geschlagene Dallglasbrocken.
Die Wände der Glashütten hat Ines Nickchen in ihrem Elektroofen bei 850°C aus mundgeblasenem Echtantikglas und Flaschenglas verschmolzen und mt Silikonkleber verbunden.

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                                                              Fotos: Armin Scheer
                                                                                                              
bank1 innen ines4



                                        vilshofen bank1ines 2                                                         Foto: Glasfachschule Vilshofen

Der Text auf der Bank ist von Ingrid Berg und kann unter www.historie-arbeitskreis.de nachgelesen werden.
waldGLASweg-QueRungspaten:Gemeindevorstand  www.gemeinde-glashuetten.de


Station IV - Wegweiser
                      
                 
wegweiser ines 2                                                                 Foto: Ines Nickchen

Welche Geschichte und welche Geschichten verbergen sich unter der Erde im Wald, die sich in Jahrhunderten aus dem herab fallenden Laub gebildet hat?
Bodenerhebungen sind zwar sichtbar, aber wer weiß schon, welchen Ursprung sie haben?
Wer weiß noch, dass der Glashainer Weg einmal ein Hauptverkehrsweg war? Sozusagen die alte B8?
Teile sollen sogar gepflastert sein? Wie alt ist das Pflaster?
Wer hat diese Arbeit gemacht?
Ganz sicher haben die Glasträger diesen Weg benutzt, aber wie viele km sind sie am Tag gelaufen?
Wie schwer war die Kiepe?
Gingen nur Männer oder auch Frauen?
Gingen sie allein oder in einer Gruppe mit ihrer kostbaren Fracht?
Wo schliefen sie?
Hatten sie feste Kunden, oder fragten sie in jedem Haus, ob jemand etwas kaufen möchte?

Andreas Hart Glastechnik: Trägerglas: 2x6mm Floatglas mit EVA Folie laminiert. Sangestrahltes mundgeblasenes Überfangglas mit Silikon aufgeklebt.

waldGLASweg QueRungspaten: Sport-Club Glashütten e.V. www.scglashuetten.de

 
Station V - GLASrast

Die 4 Glasstelen haben nicht nur die Bedeutung GLAS , sondern
G steht für Glashütten
L für Limes
A für Allgemeines zu Glas
S für Supermaterial

Ein Platz zum Rasten, essen, trinken, zur Ruhe kommen und um die locker verstreuten Glasobjekte herum zu schlendern und Interessantes auf den Glastafeln zu entdecken. Ein ruhiger Platz, im dunklen Schatten im Sommer. Im Winter leuchtet der Schnee von buntem Glas.

Andreas Hart Glastechnik: 2x8mm TVG Glas mit 4fach EVA Folie verbunden. Sandgestrahltes, mundgeblasenes Überfangglas mit 2K Silikonklebstoff auf die Trägerscheibe montiert.

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                                                                                                                  Foto: Ines Nickchen

waldGLASweg-QueRungspaten
:
Heimat-und Geschichtsverein Schloßborne.V. www.heimatverein-schlossborn.de
SV Zackenkicker Oberems e.V. www.zackenkicker-oberems.de



Station VI - Leben auf der Glashütte

Wie haben die Glasmacher gelebt und gearbeitet?
Eine Ruhe-Info-Glas-Bank gibt Auskunft.
Wegkreuzungen lassen kurz innehalten, über die weitere Laufrichtung wird entschieden. Warum sich nicht an dieser Stelle hinsetzen und darüber nachdenken, wie so eine Glashütte überhaupt gebaut und betrieben wurde. Viele Menschen sind hier schon seit Jahrhunderten, besser Jahrtausenden, vorbeigekommen.
Die hier im Wald in einem kleinen Industriebetrieb des 15. Jahrhunderts gearbeitet haben, werden in dieser gläsernen Hi-Tech-Bank kurz vor dem konservierten Glashüttenstandort „An der Emsbachschlucht" vorgestellt.
Glastechnik siehe Station 3                                                                                                                
                                                                                                           Foto: Ines Nickchen
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Der metallene Glasbläserjunge weist den Weg zu den alten Glasöfen ins Tal.

glasbläser ines 2                                                                  Foto: Ines Nickchen



waldGLASweg - QueRungspaten: Gewerbeverein Glashütten e.V. www.gewerbeverein-glashuetten.de



Station VII - Alte Glasöfen

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                                                                                                             Foto: Ines Nickchen

Eine farblich zurückgenommene Glastafel - wie aus der Vergangenheit - gibt einen Eindruck vom damaligen Becher-Design. Der Hauptaugenmerk soll auf die Grabungen gehen.
Die Glastafel gibt auch Auskunft über weitere Ausstellungen zum Thema Glas im Taunus: Hessenpark: www.hessenpark.de - dort gibt es eine "Glasmacherscheune" mit nachgebautem Glasofen, exzellenten Erklärungen und vielen Ausgrabungsstücken; Glasvitrine mit Fundstücken - von außen einsehbar: www.gemeinde-glashuetten.de; Heimatmuseum Schloßborn: www.heimatverein-schlossborn.de

Leider wurde das Querungskonzept Gemeindeseits nicht weiter geführt, die QR Codes führen derzeit ins Leere und aus meiner Sicht als Künstlerin und Urheberin des waldGLASweges gehört auch kein politisches Schild in den Wald und schon gar nicht in eine Kunstinstallation. 

Eingeladen zur 39.Weltkulturerbekonferenz-
Eine Session der UNESCO UNEVOC befaßte sich mit Heritags Skills


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Erste Reihe von links: Andreas Hart und Ines Nickchen

Kunst kann althergebrachtes Wissen auch in Hightech lebendig erhalten.

Aufgrund meines waldGLASweg-Konzeptes, in das ich alte Glastechniken, wie mundgeblasenes Flachglas der Glashütte Lamberts, Bleiverglasung, große organische Formen vorgeschrieben hatte, wurde ich und Andreas Hart, Glasfachschule Vilshofen, mit einem aktiven Part zur 39. Tagung des UNESCO Weltkulturerbe Kommitees 2015 nach Bonn eingeladen.
Die UNEVOC ist die Bildungsorganisation der UNESCO und hat u.a. die Aufgabe "Heritage Skills" zu erhalten.
Heritage Skills, d.h. alte Berufe und handwerkliches Können, die heutzutage kaum noch gebraucht werden, sind  dringend nötig um insbesondere alte Bauwerke, die zum Weltkulturerbe ernannt wurden, zu erhalten.
Solch eine interessante Einladung zur UNESCO kommt nicht von ungefähr. Günther Szogs, Glashütten, hat durch seine Tätigkeit für den European Learning Award Leonardo den Kontakt zur UNESCO UNEVOC und dort das Projekt waldGLASweg vorgestellt, da es, ausgeführt durch die Glastechnikerstudenten  der Glasfachschule Vilshofen, auch ein "Skills-Projekt" ist

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